K U N S T Z E N T R U M C O L D A M

Grenzenlos  2017 - Deutsch-niederländisches Kunst- und Kulturtreffen in Coldam (Stadt Leer)

Förderpreis 2017/Kunstwettbewerb zum Thema „Brücke“

von den 11.06/ 18.06/2017.

 
 
Festival Grenzenlos im Kunstzentrum Coldam  Vom 17. bis zum 18. Juni 2017
 
Zum fünften Mal wird 2017 das internationale Festival Grenzenlos im Kunstzentrum Coldam (Stadt Leer) im ostfriesischen Grenzgebiet zwischen Deutschland und der Niederlande stattfinden, um als  interdisziplinäre und grenzübergreifende Kunst- und Kulturveranstaltung sich mit spezifischen Themen des internationalen auseinander zusetzen. An einem Wochenende wird bildende Kunst, Theater, Tanz und Musik eine Bandbreite des Kulturraums zeigen, wie sie so selten zusammenkommt. Das Zusammentreffen regionaler und überregionaler Musiker, Schauspieler und bildender Künstler soll zum Austausch über Grenzen hinaus führen und nachhaltige Kooperationsprojekte ins Leben rufen. Es werden  auch in diesem Jahr die  Gärten zweier Häuser und der Wirtschaftsteil des  Gulfhofes in Coldam als Veranstaltungsgelände genutzt. Im Außenraum werden 2 Bühnen/Podien und freie Stellplätze für Aussteller und Künstler geschaffen. Im Inneren wird es die Hauptbühne und 26 Aktionsflächen in der „Stallgalerie“ geben. 
Wie in jedem Jahr wird ein Leitthema gesetzt und als Schwerpunkt gefördert. Zum diesjährigen Thema „Brücke“ wird ein Wettbewerb als Plattform für internationale Künstler ausgeschrieben. 
 
Kunstwettbewerb „Brücke/Brug“ 
 
Interventionen in der Verbindung 
 
„Ich war steif und kalt, ich war eine Brücke, über einem Abgrund lag ich. Diesseits waren die Fußspitzen, jenseits die Hände eingebohrt, in bröckelndem Lehm habe ich mich festgebissen. Die Schöße meines Rockes wehten zu meinen Seiten. In der Tiefe lärmte der eisige Forellenbach. Kein Tourist verirrte sich zu dieser unwegsamen Höhe, die Brücke war in den Karten noch nicht eingezeichnet. – So lag ich und wartete; ich musste warten. Ohne einzustürzen kann keine einmal errichtete Brücke aufhören, Brücke zu sein.“ (Franz Kafka, Die Brücke, 1917)
 
 
Weil Brücken eine Körperlichkeit besitzen und in ihrer Anschaulichkeit ein Bild für das Trennen und Verbinden sowie für das Projizieren menschlicher Leiblichkeit in die Welt abgeben, war und ist das Wort Brücke - für den übertragenen Gebrauch in Metaphern, Symbolen und sprachlichen Bildern - äußerst beliebt. Brücken sind die verbindenden visuellen/metaphorischen Elemente zwischen zwei Gebieten/Disziplinen/Meinungen die Grenzen aus der gebauten Umwelt, der natürlichen oder geformten Topographie oder der Kommunikation aufheben. Sie überwinden Verkehrswege, Mauern, Höhensprünge, Täler, Flüsse auf die gleich Art wie jegliche Unterschiede. Sie markieren den konstruierten menschlichen Willen unüberwindbare unterschiedliche Grenzen aufzulösen. Brückenschläge haben einen verbindenden Charakter und sind typisch in einer Umgebung die aus Grenzen besteht. Sie sind in gebauter Form überschreitbar und ermöglichen den Austausch zwischen zwei Bereichen. 

Was ist - über ihre unmittelbar praktische Zweckbestimmung hinaus - die Bedeutung der Brücken? Woher kommt ihr ästhetischer Wert, woher ihr metaphorisch-symbolisches Potenzial? Was bindet sie an die Natur und worin besteht ihre gesellschaftliche Funktion?  Brücken sind in vielen Bereichen unterschiedlicher Gesellschaften ein wichtiges Merkmal für den Willen einander kennen zu lernen.  Wo ist das jeweilige Überschreiten/Überwinden mit der Hilfe von Brücken im kulturellen Raum zu erkennen? Die Zuordnung von gebauter und natürlicher Umwelt, das Erkennen/Benennen von Grenzen und Verbindungen, das Zulassen von Verbindungen und Brücken in physischem wie in metaphorischem Sinn soll dem Projekt eine inspirierende Spannung verleihen.  
 
Dieser Wettbewerb richtet sich als Förderpreis und Ausstellungsplattform gezielt an Künstler und Kunststudenten in der Grenzregion Ostfriesland zwischen Deutschland und den Niederlanden.  Gesucht werden künstlerische Arbeiten und Konzepte zum Thema „Brücke/Brug“ entlang der internationalen Dollard Route, einem ca. 300 km langen deutsch-niederländischen Radwanderrundkurs (http://www.dollard-route.de) für die Hauptausstellung in der „Stallgalerie“ vom 11.Juni bis 18.Juni 2017.  
 
Es stehen 26 Freiflächen/Boxen zur Verfügung (siehe anliegenden Plan). In Ihrer Größe sind die Flächen unterschiedlich. Das Umfeld ist gleich. Alle Möglichkeiten des künstlerischen Ausdrucks (zum Bsp. Malerei, Grafik, Fotografie, Installation, Performance) können angewandt werden und sind in ihrer Differenz gewünscht.  Eine Fach-Jury entscheidet über die jeweilige Bewerbung auf je eine Box.  Zur Hauptveranstaltung wird zudem ein Preis von  500,00 € für die beste Arbeit ausgeschrieben. Die Finissage mit Preisverleihung findet am Sonntag den 18. Juni um 14.30 Uhr statt.
 
Wir bitten um digitale oder analoge Bewerbung bis zum 01.04.2017an:
 
 
info@kunstzentrumcoldam.com
 
 
Wir freuen uns auf viele, spannende Beiträge!

 

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